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3./4. Feb. Kirchengeschichtliche Sozietät: Archive als Forschungs- und Erinnerungsorte im Pietismus (Ebernburg)

Besuch im Archiv der Franckeschen Stiftungen Halle (mit Archivleiter Dr. Jürgen Gröschl, Juli 2022)
Besuch im Archiv der Franckeschen Stiftungen Halle (mit Archivleiter Dr. Jürgen Gröschl, Juli 2022)

Etwas staubtrocken könnte das Thema für manche klingen. Wer aber einmal ein wenig in die Welt der Archive eingetaucht ist, merkt schnell, wie wichtig sie für historisches Arbeiten in der Kirchengeschichte der Neuzeit sind. Sie sind aber nicht nur Orte der Entdeckung neuer Dokumente und der Erschließung von Archivbeständen. Sie sind auch Orte der Geschichtspolitik: Archivbestände sind verloren gegangen, sie wurden bewusst gesäubert, sie hatten bestimmte Funktionen, die das Sammeln bestimmten.

peucker.JPG Kontakt - Franckesche Stiftungen

Dr. Christopher König, der die Sozietätstagung organisiert hat, hat drei äußerst versierte VertreterInnen für drei unterschiedliche Themenbereiche gewinnen können. Weiterlesen "3./4. Feb. Kirchengeschichtliche Sozietät: Archive als Forschungs- und Erinnerungsorte im Pietismus (Ebernburg)"

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Besuch von Bundestagsabgeordneten im Seminar "Die protestantischen Kirchen nach 1945 und die Frage von Verteidigung und Friedenssicherung"

Gruppenbild mit Bundestagsabgeordneten
Gruppenbild mit Bundestagsabgeordneten: In der Mitte: MdB Daniel Baldy (SPD), Prof. Dr. Wolfgang Breul, MdB Johannes Steiniger (CDU). Foto: Claartje Ille

Das Seminar "Die protestantischen Kirchen nach 1945 und die Frage von Verteidigung und Friedenssicherung" hatte in seiner vorletzten Sitzung am 1. Februar die Bundestagsabgeordneten Daniel Baldy (SPD) und Johannes Steiniger (CDU) zu Gast. Das Seminar beschäftigte sich mit der Haltung der protestantischen Kirchen zu Fragen von Rüstung, Militär und Friedenssicherung. Das Themensprektrum reichte von den frühen Debatten im Vorfeld der Wiederbewaffnung mit Martin Niemöller und Gustav Weiterlesen "Besuch von Bundestagsabgeordneten im Seminar "Die protestantischen Kirchen nach 1945 und die Frage von Verteidigung und Friedenssicherung""

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5. Dez. 2022: Vortrag an der Theologischen Fakultät der Universität Kopenhagen

Prof. Dr. Wolfgang Breul beim Vortrag an der Theologischen Fakultät der Universität Kopenhagen (Foto Tine R. Reeh)
Prof. Dr. Wolfgang Breul beim Vortrag an der Theologischen Fakultät der Universität Kopenhagen (Foto Tine R. Reeh)

Prof. Wolfgang Breul hat am 5. Dez. einen Vortrag am Lehrstuhl von Prof. Dr. Tine R. Reeh gehalten zum Thema "Confessionalism and Transconfessionalism in Pietism" vor etwa 100 Studierenden und DozentInnen.

Tine R. Reeh
Prof. Dr. Tine R. Reeh. Professorin für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Kopenhagen

Er thematisierte v.a. die Kritik am Konfessionalismus der evangelischen Landeskirchen im Deutschen Reich seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert bis zum späten 18. Jahrhundert durch mystischen Spiritualismus und Pietismus anhand einiger Hauptvertreter (Valentin Weigel, Johann Arndt, Philipp Jakob Spener und Gottfried Arnold).

An den Vortrag schloss sich eine angeregte Diskussion an.

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17.-19. November 2022: Pietismus in Württemberg in internationaler Perspektive (1650–1900). Bestandsaufnahme eines interdisziplinären Forschungsfeldes

Tagung der Evangelisch-Theologischen Fakultät Mainz, des Vereins für Württembergische Kirchengeschichte und des Interdisziplinären Zentrums für Pietismusforschung in Halle

Um die historische Erforschung des Pietismus in Württemberg ist es still geworden, trotz seiner facettenreichen Geschichte und lang anhaltenden Bedeutung. Dr. Benedikt Brunner (IEG Mainz) und Prof. Dr. Wolfgang Breul haben daher gemeinsam mit dem Verein für Württembergische Kirchengeschichte und dem Interdisziplinären Zentrum für Pietismusforschung eine Tagung geplant, welche der Forschung mit Vorträgen von NachwuchswissenschaftlerInnen und erfahreneren KollegInnen sowie der Einbeziehung neuer Fragestellungen neue Impulse geben will.
Zum Programm unter "weiterlesen":

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VI. Internationaler Pietismuskongress in Halle

Vom 28. bis 31. August fand in Halle der sechste große internationale Kongress für Pietismusforschung Mit dem Oberthema "Reisen und Religion" statt. Prof. Dr. Wolfgang Breul war mit einem gemeinsamen Panel skandinavischer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie einem Vortag über die ausführlichen Reiseberichte des Herrnhuter Diaspora-Arbeiters Johannes Czolsch nach Südosteuropa ("„Wenn ich mitten in der Angst wandele …“ – Die Reise des Herrnhuters Johannes Czolsch 1783 ins königliche Ungarn") vertreten.

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Exkursion und Tagung der Kirchengeschichtssozietät nach Halle

Die Kirchengeschichtliche Sozietät am Lehrstuhl von Prof. Dr. Wolfgang Breul hat in  ihrer zweiten Tagung im Sommersemester eine Exkursion nach Halle an der Saale unternommen. Auf dem Programm standen unter anderem Führungen durch das umfangreiche Archiv der Stiftungen, die sog. Kulissenbibliothek, eine der Die Kirchengeschichts-Sozietät unter dem Francke-Denkmal in den Franckeschen Stiftungenersten dieser Art auf dem Kontinent, eine Einführung in die Kabinettausstellung „Fromme Gefühle. Bilder und Texte in Büchern des Pietismus“. Dr. Klaus vom Orde, Leiter der Spener-Briefe-Edition (das einzige Akademieprojekt der Pietismusforschung), führte in dessen Arbeit ein, Dr. habil. Christian Soboth, Geschäftsführer des Interdisziplinären Zentrums für Pietismusforschung (IZP) stellt dessen Arbeit vor.

Darüber hinaus bestritten die TeilnehmerInnen mit WissenschaftlerInnen des IZP, der Franckeschen Stiftungen und GastwissenschaftlerInnen ein kleines Tagungsprogramm. Es gab Vorträge "Conversion and Conversation. Christian Missionaries and the Early Colonial Public Sphere in India, 1730–1813" (Aniket De, Harvard), "Protestantische Mission und Naturgeschichte" (Dr. Thomas Ruhland, IZP), "Netzwerkanalyse des Briefwechsels von August Hermann Francke und Gotthilf August Francke" (Philipp Tögel) und "A Village Pastor Reads the News:  The Reading, Reception, and Retelling of News Media in Rural Brandenburg, ca. 1700-1750" (Prof. Dr. Benjamin Marschke, Arcata/USA).

Den Abschluss bildete eine Führung durch das Stiftungsgelände durch Prof. Dr. Holger Zaunstöck, wissenschaftlicher Leiter der Franckeschen Stiftungen, der in eindrücklicher Weise die Gründungsgeschichte der Stiftungen mit der Baugeschichte verband.

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28. Juni 2022: "Gerechte unter den Völkern" Kolloquium für Wilhelm und Elisabeth Jannasch

Mitwirkende des Jannasch-Kolloquiums (v.l.n.r.): Prof. Dr. Wolfgang Breul, Propst Dr. Klaus Volker Schütz, Pastor Thomas Baltrock (Lübeck),  Dr. Hansjörg Buss (Berlin), Monika Fuhr, Beauftragte der Ministerpräsidentin für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen, Dr. Peter Vogt (Herrnhut), Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, Dr. Ulrich Oelschläger, Präses a.D. der EKHN - auf dem Bild fehlen: Marianne Grosse, Hauptamtliche Beigeordnete der Stadt Mainz, Rabbiner Aharon Ran Vernikovsky. Foto: Claartje Ille

Empfang vor der Christuskirche in Mainz. Foto: Claartje Ille.

2022 hat die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem bekanntgegeben, dass sie das Ehepaar Elisabeth und Wilhelm Jannasch wegen ihres Einsatzes für verfolgte Juden unter der NS-Herrschaft als "Gerechte unter den Völkern" ehrt. Wilhelm Jannasch (1888-1966) war der Gründungsdekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät Mainz (1946-1948).

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Main-Master-Seminar

Gruppe des Main-Masters im Kirchsaal, der sich in Renovierung befindet. Im Vordergrund Dr. Lothar Triebel (Konfessionskundliches Institut Bensheim)

Im Rahmen des Main-Master-Studiengangs der Evangelisch-Theologischen Fakultäten Mainz und Frankfurt wurde der zweite kirchengeschichtliche Block (zwei Seminare) in Gestalt von Blocktagen durchgeführt. Eines der beiden Seminare hatte einen zeitgeschichtlichen Schwerpunkt (Kirchengeschichte nach 1945), das andere wurde gemeinsam mit Dr. Lothar Triebel vom Konfessionskundlichen Institut in Bensheim mit einem konfessionskundlichen Schwerpunkt durchgeführt. Die Studierenden konnten die Themenschwerpunkte aus einer vorgegebenen Auswahl wählen. Das konfessionskundliche Seminar besuchte u.a. auch den Herrnhaag der Herrnhuter Brüdergemeine, der im 1738-1750 das Zentrum der florierenden Gemeinde unter Zinzendorfs Leitung war.

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Call for Papers: Hallescher und Herrnhuter Pietismus im globalen Kontext

Theologien und Praktiken – Strategien und Konflikte

 23.-25. November 2023, Halle/Saale (Franckesche Stiftungen)
Bewerbungen bis zum 30.5.2022 (verlängert)
Porträts von Nikolaus Ludwig von Zinzendorf (links) und August Hermann Francke (rechts)
Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, August Hermann Francke (Vorlage: Franckesche Stiftungen)

Veranstalter: Interdisziplinäres Zentrum für Pietismusforschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Franckesche Stiftungen zu Halle, Bucknell University Lewisburg, Moravian Archives Bethlehem, Evangelisch-Theologische Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Herrnhuter Brüdergemeine

Nähere Informationen: siehe linke Spalte.

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Ebernburg-Vortrag am 8. Mai 2022, 14.30 Uhr

Prof. Dr. Regina Toepfer:

Abrahams Familiendrama. Fruchtbarkeit und Unfruchtbarkeit im Theater der Reformationszeit.

Ev. Kirche Bad Münster am Stein (Stadteil Ebernburg), Zugang nach der 3G-Regel. Eintritt frei.

Zu den zentralen Motiven der Reformation gehörte die Forderung nach der Ehe nicht nur für Kleriker, sondern ihre Deutung gleichsam als eine Christenpflicht. Während alternative Lebensmodelle wie der Eintritt in ein Kloster oder eine Beginengemeinschaft wegfielen, rückte die Reformation die Ehe als normative Lebensform und als einzig legitimer Ort, Sexualität auszuleben, in das Zentrum – verbunden mit der Erwartung, Nachkommenschaft zu zeugen. Kinderlosigkeit stellte sich dadurch nicht mehr als ein mit Keuschheitsvorstellungen begründbares Ideal dar, sondern als ein Problem. Weiterlesen "Ebernburg-Vortrag am 8. Mai 2022, 14.30 Uhr"

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