Luther-Zitat: hier stehe ich und kann nicht anders

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17.-19. November 2022: Pietismus in Württemberg in internationaler Perspektive (1650–1900). Bestandsaufnahme eines interdisziplinären Forschungsfeldes

Tagung der Evangelisch-Theologischen Fakultät Mainz, des Vereins für Württembergische Kirchengeschichte und des Interdisziplinären Zentrums für Pietismusforschung in Halle

Um die historische Erforschung des Pietismus in Württemberg ist es still geworden, trotz seiner facettenreichen Geschichte und lang anhaltenden Bedeutung. Dr. Benedikt Brunner (IEG Mainz) und Prof. Dr. Wolfgang Breul haben daher gemeinsam mit dem Verein für Württembergische Kirchengeschichte und dem Interdisziplinären Zentrum für Pietismusforschung eine Tagung geplant, welche der Forschung mit Vorträgen von NachwuchswissenschaftlerInnen und erfahreneren KollegInnen sowie der Einbeziehung neuer Fragestellungen neue Impulse geben will.
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VI. Internationaler Pietismuskongress in Halle

Vom 28. bis 31. August fand in Halle der sechste große internationale Kongress für Pietismusforschung Mit dem Oberthema "Reisen und Religion" statt. Prof. Dr. Wolfgang Breul war mit einem gemeinsamen Panel skandinavischer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie einem Vortag über die ausführlichen Reiseberichte des Herrnhuter Diaspora-Arbeiters Johannes Czolsch nach Südosteuropa ("„Wenn ich mitten in der Angst wandele …“ – Die Reise des Herrnhuters Johannes Czolsch 1783 ins königliche Ungarn") vertreten.

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Exkursion und Tagung der Kirchengeschichtssozietät nach Halle

Die Kirchengeschichtliche Sozietät am Lehrstuhl von Prof. Dr. Wolfgang Breul hat in  ihrer zweiten Tagung im Sommersemester eine Exkursion nach Halle an der Saale unternommen. Auf dem Programm standen unter anderem Führungen durch das umfangreiche Archiv der Stiftungen, die sog. Kulissenbibliothek, eine der Die Kirchengeschichts-Sozietät unter dem Francke-Denkmal in den Franckeschen Stiftungenersten dieser Art auf dem Kontinent, eine Einführung in die Kabinettausstellung „Fromme Gefühle. Bilder und Texte in Büchern des Pietismus“. Dr. Klaus vom Orde, Leiter der Spener-Briefe-Edition (das einzige Akademieprojekt der Pietismusforschung), führte in dessen Arbeit ein, Dr. habil. Christian Soboth, Geschäftsführer des Interdisziplinären Zentrums für Pietismusforschung (IZP) stellt dessen Arbeit vor.

Darüber hinaus bestritten die TeilnehmerInnen mit WissenschaftlerInnen des IZP, der Franckeschen Stiftungen und GastwissenschaftlerInnen ein kleines Tagungsprogramm. Es gab Vorträge "Conversion and Conversation. Christian Missionaries and the Early Colonial Public Sphere in India, 1730–1813" (Aniket De, Harvard), "Protestantische Mission und Naturgeschichte" (Dr. Thomas Ruhland, IZP), "Netzwerkanalyse des Briefwechsels von August Hermann Francke und Gotthilf August Francke" (Philipp Tögel) und "A Village Pastor Reads the News:  The Reading, Reception, and Retelling of News Media in Rural Brandenburg, ca. 1700-1750" (Prof. Dr. Benjamin Marschke, Arcata/USA).

Den Abschluss bildete eine Führung durch das Stiftungsgelände durch Prof. Dr. Holger Zaunstöck, wissenschaftlicher Leiter der Franckeschen Stiftungen, der in eindrücklicher Weise die Gründungsgeschichte der Stiftungen mit der Baugeschichte verband.

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28. Juni 2022: "Gerechte unter den Völkern" Kolloquium für Wilhelm und Elisabeth Jannasch

Mitwirkende des Jannasch-Kolloquiums (v.l.n.r.): Prof. Dr. Wolfgang Breul, Propst Dr. Klaus Volker Schütz, Pastor Thomas Baltrock (Lübeck),  Dr. Hansjörg Buss (Berlin), Monika Fuhr, Beauftragte der Ministerpräsidentin für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen, Dr. Peter Vogt (Herrnhut), Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, Dr. Ulrich Oelschläger, Präses a.D. der EKHN - auf dem Bild fehlen: Marianne Grosse, Hauptamtliche Beigeordnete der Stadt Mainz, Rabbiner Aharon Ran Vernikovsky. Foto: Claartje Ille

Empfang vor der Christuskirche in Mainz. Foto: Claartje Ille.

2022 hat die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem bekanntgegeben, dass sie das Ehepaar Elisabeth und Wilhelm Jannasch wegen ihres Einsatzes für verfolgte Juden unter der NS-Herrschaft als "Gerechte unter den Völkern" ehrt. Wilhelm Jannasch (1888-1966) war der Gründungsdekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät Mainz (1946-1948).

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Main-Master-Seminar

Gruppe des Main-Masters im Kirchsaal, der sich in Renovierung befindet. Im Vordergrund Dr. Lothar Triebel (Konfessionskundliches Institut Bensheim)

Im Rahmen des Main-Master-Studiengangs der Evangelisch-Theologischen Fakultäten Mainz und Frankfurt wurde der zweite kirchengeschichtliche Block (zwei Seminare) in Gestalt von Blocktagen durchgeführt. Eines der beiden Seminare hatte einen zeitgeschichtlichen Schwerpunkt (Kirchengeschichte nach 1945), das andere wurde gemeinsam mit Dr. Lothar Triebel vom Konfessionskundlichen Institut in Bensheim mit einem konfessionskundlichen Schwerpunkt durchgeführt. Die Studierenden konnten die Themenschwerpunkte aus einer vorgegebenen Auswahl wählen. Das konfessionskundliche Seminar besuchte u.a. auch den Herrnhaag der Herrnhuter Brüdergemeine, der im 1738-1750 das Zentrum der florierenden Gemeinde unter Zinzendorfs Leitung war.

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Call for Papers: Hallescher und Herrnhuter Pietismus im globalen Kontext

Theologien und Praktiken – Strategien und Konflikte

 23.-25. November 2023, Halle/Saale (Franckesche Stiftungen)
Bewerbungen bis zum 30.5.2022 (verlängert)
Porträts von Nikolaus Ludwig von Zinzendorf (links) und August Hermann Francke (rechts)
Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, August Hermann Francke (Vorlage: Franckesche Stiftungen)

Veranstalter: Interdisziplinäres Zentrum für Pietismusforschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Franckesche Stiftungen zu Halle, Bucknell University Lewisburg, Moravian Archives Bethlehem, Evangelisch-Theologische Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Herrnhuter Brüdergemeine

Nähere Informationen: siehe linke Spalte.

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Ebernburg-Vortrag am 8. Mai 2022, 14.30 Uhr

Prof. Dr. Regina Toepfer:

Abrahams Familiendrama. Fruchtbarkeit und Unfruchtbarkeit im Theater der Reformationszeit.

Ev. Kirche Bad Münster am Stein (Stadteil Ebernburg), Zugang nach der 3G-Regel. Eintritt frei.

Zu den zentralen Motiven der Reformation gehörte die Forderung nach der Ehe nicht nur für Kleriker, sondern ihre Deutung gleichsam als eine Christenpflicht. Während alternative Lebensmodelle wie der Eintritt in ein Kloster oder eine Beginengemeinschaft wegfielen, rückte die Reformation die Ehe als normative Lebensform und als einzig legitimer Ort, Sexualität auszuleben, in das Zentrum – verbunden mit der Erwartung, Nachkommenschaft zu zeugen. Kinderlosigkeit stellte sich dadurch nicht mehr als ein mit Keuschheitsvorstellungen begründbares Ideal dar, sondern als ein Problem. Weiterlesen "Ebernburg-Vortrag am 8. Mai 2022, 14.30 Uhr"

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Martin Luther und sein Orden

Zweiter Band der Gesammelten Aufsätze von Hans Schneider erschienen

100

Hans Schneider
Hans Schneider (*1941)

In der Evangelischen Verlagsanstalt ist der zweite Band der Gesammelten Aufsätze des emeritierten Marburger Kirchengeschichtlers Hans Schneider erschienen. Der ca. 700 Seiten umfassende Band widmet sich einem der Forschungsschwerpunkte Hans Schneiders, die mit der Neudatierung und Neubewertung von Luthers Romreise begann. Aus Schneiders intensiver Beschäftigung mit der Geschichte von Luthers Orden zu Beginn des 16. Jahrhunderts ergab sich eine  neue Sicht auf Luthers Position im Streit des Augustinereremitenordens. Luther kann nicht länger als Gegner seines Ordensoberen Johann von Staupitz und damit als Vertreter eines entschiedenen Mönchtums gelten. Schneiders in diesem Band versammelten Aufsätze und Schriften zur Geschichte Luthers mit seinem Orden gilt als einer der wichtigsten Beiträge zur biographischen Lutherforschung der letzten Jahre. Die Sammlung wurde von seinen Schülern Lothar Vogel (Rom) und Wolfgang Breul (Mainz) herausgegeben.

Vorwort

Inhaltsverzeichnis

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Workshop: Moravian Diaspora in a Time of Transition (Göteborg, 24. Mai)

Department of Historical Studies, University of Gothenburg

Das Department of Historical Studies der Universität Göteborg (Prof. Dr. Christer Ahlberger) veranstaltet einen Workshop zur Herrnhuter Diasporaarbeit. Seit längerem besteht eine enge Verbindung zur Kirchengeschichte in Mainz. Von Mainz aus nehmen Philipp Tögel und Prof. Dr. Wolfgang Breul an dem Workshop teil, außerdem Dr. Per von Wachenfeldt, der 2019 einige Monate in Mainz zu Gast war. Program24thMay2022

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Weltkulturerbe SchUM-Stätten in Rheinland Pfalz und christlicher Antisemitismus, Teil 2: Von der Reformation bis zur Romantik

Mikwe (jüdisches Ritualbad) in Speyer © Stadtarchiv Speyer Bestand 234 Nr. I-0148

Mein Kollege Prof. Dr. Andreas Lehnardt und ich freuen uns, dass unser Seminar zu den SchUM-Welterbestätten  und zum christlichen Antisemitismus so viel Interesse gefunden hat. Wir haben uns daher entschlossen, das Seminar fortzusetzen. Diesmal werden wir uns mit Texten zum Verhältnis von Christentum und Judentum von der späten Reformationszeit über Pietismus und Aufklärung bis hin zur Romantik (Henriette Hertz) beschäftigen.

Außerdem planen wir wieder als Bestandteil des Seminars zwei Exkursionen: voraussichtlich Jüdisches Museum Frankfurt (Judengasse) und Dorfsynagogen im Hessenpark-Museum.

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